Feministische Literatur

Feministische Literatur

Wirtschaft anders denken

Handbuch für feministische Wirtschaftsalphabetisierung.
Das Handbuch zur Feministischen Ökonomie, "Wirtschaft anders denken" ist ein Produkt der Frauen von "JOAN ROBINSON - Verein zur Förderung frauengerechter Verteilung ökonomischen Wissens" und ist entstanden in Zusammenarbeit mit dem entwicklungspolitischen Frauennetzwerk WIDE-Women in Development Europe.

Pariser Platz 13

Schönheit und Jugend sind fast schon lebenswichtig für eine Frau und müssen so lange wie nur irgend möglich bewahrt werden. Verstand dagegen gehört "cachiert", und Überlegenheit ist sowieso überhaupt das Letzte, was ein Mann bei einer Frau ertragen kann. So die Regeln, nach denen sich die Protagonistinnen von Vicki Baums "Pariser Platz 13" durch das Berlin der 1930er Jahre bewegen. Das Helen-Bross-Kosmetik-Institut hilft ihnen mit allerlei Mittelchen, ihr wahres Alter ebenso wie etwaige Verstandesfähigkeiten zu verbergen. Daneben gibt es nützliche Tipps: "Die Liebe ist die kostbarste Medizin für die Schönheit." Leider stellt genau die der amerikanischen Chefin des Institutes gewaltig ein Bein. Das Unternehmen droht zusammenzubrechen - und mit ihm der Schwindel von ewiger Jugend und Schönheit. 

(Andrea Heinz, an.schläge juli/august)

Die neue Macht der Frauen

Sie war über zwanzig Jahre lang ORF-Journalistin, leitete das allererste Frauenmagazin im deutschsprachigen Fernsehen, interviewte 1979 Simone de Beauvoir und bekam dafür dreißig Minuten Sendezeit. Trautl Brandstaller war auch in den Anfängen des "Profil" dabei, drehte Dokumentationen, schreibt Bücher – und bezeichnet sich als ein "altes Möbel" der Frauenbewegung in Österreich. Der ORF hat der heute 69-Jährigen pünktlich zu ihrem Sechzigsten gekündigt. Auch am Küniglberg haben es alte Männer leichter...

Differenzen zwischen Frauen

Differenzen zwischen Frauen: Seit dem Beginn der 90er Jahre ist die feministische Kritik an einer universal angenommenen »Schwesternschaft« auch im deutschsprachigen Raum populär geworden. Die neue Aufmerksamkeit, die vor allem von postmodern-feministischer Seite gegenüber den »multiplen weiblichen Identitäten« eingefordert wird, reiht sich ein in die Betonung von Verschiedenheit, Pluralität und des Lokalen – eine Entwicklung, die die Beschäftigung mit Geschlechterverhältnis und Gesellschaft in den Hintergrund hat treten lassen.

 

Es stellt sich daher die Frage, ob die Debatte um die Differenzen die feministische Kritik- und Handlungsfähigkeit wirklich erweitert hat. Kann der zerteilende Blick überhaupt noch emanzipatorische Perspektiven freilegen?